14. March 2011 – 19:02
Die meisten Leser dieses Blogs werden wissen, dass ich mein täglich Brot mit der grafiniert UG verdiene. Ich habe 2008 als Einzelunternehmer angefangen kleine Webprojekte umzusetzen und innerhalb kurzer Zeit hat sich aus der Freizeitbeschäftigung mit Vergütung ein ganz gut laufendes, kleines Unternehmen entwickelt.
Wir sind aktuell ein Team aus 6 Studenten und entwickeln hauptsächlich die kleinen, bunten Alleskönner für mobile Telekommunikationsgeräte mit einem angebissenen Apfel drauf. Ihr wisst schon: Diese Apps von denen grad jeder redet.
Aber moment. Eigentlich wollte ich ja keinen “Ach mein Leben ist toll”-Post rauslassen.
Selbstständig zu sein war schon immer ein Kindheitstraum von mir. Ich muss ihn wohl von meinem Vater geerbt haben, der hat nämlich auch immer davon geträumt. Allerdings hat das “Sein eigener Chef sein” auch die eine oder andere Schattenseite, über die ich heute mal berichten möchte.
- Man hat NIE frei
Wochenende? Feierabend? Nicht erreichbar sein? Könnte diese Wörter mal bitte jemand für mich googlen, ich hab vergessen was die bedeuten. Wenn ihr vor habt euch selbstständig zu machen müsst ihr entweder unglaubliche Disziplin haben um diesen privaten Raum einzuhalten oder ihr arbeitet einfach selbst und ständig. Immer wieder erwische ich mich, wie ich am Wochenende, Nachts in der Disco oder abends auf der Couch immer wieder meine Mails checke. Es könnte ja was wichtiges rein kommen. Aber: Die ersten Schritte hin zu geregelten Arbeitszeiten sind getan, aber sie erfordern eine ganze Menge an Selbstdiziplin.
- Man ist nicht sein eigener Chef
“Du bist doch dein eigener Chef und kannst tun, was du willst”. Sprüche dieser Art höre ich oft von Freunden. Klar, theoretisch richtig.
Doch wie sieht das in der Realität aus? Kunden geben einem mal genauer, mal weniger genau vor, wie das gewünschte Produkt auszusehen hat, wann es fertig sein soll und wieviel es maximal kosten darf. Man kann zwar immer noch “nein” sagen, aber das wars dann auch schon fast
Beratungsresistenz ist leider kein Fremdwort und die Bereitschaft Meinungen von Spezialisten gelten zu lassen ist oftmals sehr gering. Schade eigtl., ich geh doch auch nicht zum Bäcker und sage ihm wie er sein Brot backen muss.
- Mitarbeiter sparen einem selbst Zeit
“Oh Gott, ich schaff das alles nicht mehr. Stellen wir jemanden ein.” Problem gelöst. Denkste.
Jeder Mitarbeiter nimmt einem einen gewissen Teil der Arbeiten ab. Klar. Die Einarbeitungszeit frisst aber erst einmal Unmengen an Zeit. Passt derjenige ins Team? Wie schlägt er sich? Kann ich mich auf seine Arbeit verlassen? In der ersten Zeit heißt es erst einmal investieren. Irgendwann ist sicher der Zeitpunkt erreicht, an dem ein Mitarbeiter wirklich entlastet, das dauert aber und kann unter Umständen ganz ausbleiben.
- Man lebt mit dem Risiko
Als Selbstständiger gilt die Regel: Verdiente ein Monat, lebe zwei davon. Klingt im ersten Moment viel, aber wenn man die Situation reell betrachtet ist dieses Dogma total vernünftig. Man lebt tagtäglich mit dem Risiko von ausbleibenden Aufträgen, Krankheit oder ähnlichem. Als Arbeitnehmer hat man dieses Risiko nur zum Teil. Man ist krankenversichert und bekommt üblicherweise eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
So, erst mal genug der Jammerei. Im Großen und Ganzen bin ich mehr als zufrieden mit meiner Entscheidung, parallel zum Studium ein kleines Unternehmen zu führen und so mein finanziell doch sehr unbeschwertes Leben zu ermöglichen.
Was denkt ihr? Seid ihr selbstständig und kennt die Probleme oder habt ihr schon mal darüber nachgedacht euch selbstständig zu machen? Oder seid ihr Arbeitnehmer und kämpft mit anderen Problemen?
Die meisten Leser dieses Blogs werden wissen, dass ich mein täglich Brot mit der grafiniert UG verdiene. Ich habe 2008 als Einzelunternehmer angefangen kleine Webprojekte umzusetzen und innerhalb kurzer Zeit hat sich aus der Freizeitbeschäftigung mit Vergütung ein ganz gut laufendes, kleines Unternehmen entwickelt.
Wir sind aktuell ein Team aus 6 Studenten und entwickeln hauptsächlich die kleinen, bunten Alleskönner für mobile Telekommunikationsgeräte mit einem angebissenen Apfel drauf. Ihr wisst schon: Diese Apps von denen grad jeder redet.
Aber moment. Eigentlich wollte ich ja keinen "Ach mein Leben ist toll"-Post rauslassen.
Selbstständig zu sein war schon immer ein Kindheitstraum von mir. Ich muss ihn wohl von meinem Vater geerbt haben, der hat nämlich auch immer davon geträumt. Allerdings hat das "Sein eigener Chef sein" auch die eine oder andere Schattenseite, über die ich heute mal berichten möchte.
Man hat NIE frei
Wochenende? Feierabend? Nicht erreichbar sein? Könnte diese Wörter mal bitte jemand für mich googlen, ich hab vergessen was die bedeuten. Wenn ihr vor habt euch selbstständig zu machen müsst ihr entweder unglaubliche Disziplin haben um diesen privaten Raum einzuhalten oder ihr arbeitet einfach selbst und ständig. Immer wieder erwische ich mich, wie ich am Wochenende, Nachts in der Disco oder abends auf der Couch immer wieder meine Mails checke. Es könnte ja was wichtiges rein kommen. Aber: Die ersten Schritte hin zu geregelten Arbeitszeiten sind getan, aber sie erfordern eine ganze Menge an Selbstdiziplin.
Man ist nicht sein eigener Chef
"Du bist doch dein eigener Chef und kannst tun, was du willst". Sprüche dieser Art höre ich oft von Freunden. Klar, theoretisch richtig.
Doch wie sieht das in der Realität aus? Kunden geben einem mal genauer, mal weniger genau vor, wie das gewünschte Produkt auszusehen hat, wann es fertig sein soll und wieviel es maximal kosten darf. Man kann zwar immer noch "nein" sagen, aber das wars dann auch schon fast :-) Beratungsresistenz ist leider kein Fremdwort und die Bereitschaft Meinungen von Spezialisten gelten zu lassen ist oftmals sehr gering. Schade eigtl., ich geh doch auch nicht zum Bäcker und sage ihm wie er sein Brot backen muss.
Mitarbeiter sparen einem selbst Zeit
"Oh Gott, ich schaff das alles nicht mehr. Stellen wir jemanden ein." Problem gelöst. Denkste.
Jeder Mitarbeiter nimmt einem einen gewissen Teil der Arbeiten ab. Klar. Die Einarbeitungszeit frisst aber erst einmal Unmengen an Zeit. Passt derjenige ins Team? Wie schlägt er sich? Kann ich mich auf seine Arbeit verlassen? In der ersten Zeit heißt es erst einmal investieren. Irgendwann ist sicher der Zeitpunkt erreicht, an dem ein Mitarbeiter wirklich entlastet, das dauert aber und kann unter Umständen ganz ausbleiben.
Man lebt mit dem Risiko
Als Selbstständiger gilt die Regel: Verdiente ein Monat, lebe zwei davon. Klingt im ersten Moment viel, aber wenn man die Situation reell betrachtet ist dieses Dogma total vernünftig. Man lebt tagtäglich mit dem Risiko von ausbleibenden Aufträgen, Krankheit oder ähnlichem. Als Arbeitnehmer hat man dieses Risiko nur zum Teil. Man ist krankenversichert und bekommt üblicherweise eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
So, erst mal genug der Jammerei. Im Großen und Ganzen bin ich mehr als zufrieden mit meiner Entscheidung, parallel zum Studium ein kleines Unternehmen zu führen und so mein finanziell doch sehr unbeschwertes Leben zu ermöglichen.
Was denkt ihr? Seid ihr selbstständig und kennt die Probleme oder habt ihr schon mal darüber nachgedacht euch selbstständig zu machen? Oder seid ihr Arbeitnehmer und kämpft mit anderen Problemen?