Gestern Abend saß ich bis 0:30 Uhr im Büro. Keine Angst, ich hab nicht vor rumzujammern.
Ich arbeitete unter anderem an einem relativ kritischen Problem beim Adventskalender des Bayerischen Fußballverbands und kam dabei ein bisschen ins Überlegen.
Ich bekomme diese außergewöhnliche Arbeitszeit nicht irgendwie besonders bezahlt, auch kommt niemand und lädt mich dafür irgendwohin ein. Es gehört für mich einfach irgendwie zum Service. Dem Service, der grafiniert und viele andere kleine Firmen oft zur berechtigten Alternative zu großen Unternehmen macht.
Gerade hier in Deutschland haben wir ja eine Servicewüste sonders gleichen. Erst vor wenigen Tagen musste ich das leider bei einem großen Mobilfunkunternehmen mit den Blubberblasen erfahren. Prämie für Rufnummernmitnahme wird nur mit Gesprächs- und SMS-Kosten im Inland verrechnet – da gabs kein Rütteln und kein “Auf den Kunden zugehen” – auch wenn mir die Damen und Herren beim Twitter-Support bestimmt auch einfach 10 € Gutschrift machen hätten können. So bin ich halt enttäuscht.
In unserer Branche ist das nicht viel anders, vermute ich. In großen Unternehmen wird am Freitag abend um 12 niemand mehr an einem Problem mit dem Internet Explodierer arbeiten. Jeder wird sein wohlverdientes Wochenende genießen. Ich saß im Büro und habe unserem Kunden geholfen. Unentgeltlich. Weil ich möchte, dass es mit mir genau so gemacht wird.
Was denkt ihr zu dem Thema? Welche Erfahrungen habt ihr mit den Großen und den Kleinen gemacht und was würdet ihr bevorzugen? Die kleine Firma, bei der ihr das Team persönlich kennt oder das große Unternehmen bei dem ihr euch an support@… wendet und auf Antwort hofft?
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